Versorgungsausgleich

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Der Versorgungsausgleich im Ehescheidungsfall

 

Wenn man sich in Deutschland scheiden lassen möchte, dann entscheidet das zuständige Familiengericht über die Teilung der Versorgungsanwartschaften, die die Ehegatten jeweils in der Ehezeit erworben haben.

Dieses Verfahren wird Versorgungsausgleich oder Versorgungsausgleichsverfahren genannt.

Durch den Versorgungsausgleich werden die Versorgungsanwartschaften jedes einzelnen Ehegatten ermittelt und miteinander verglichen. Derjenige, der mehr Versorgungsanwartschaften erworben hat, muss einen Teil seiner Ansprüche an den anderen Ehegatten abgeben. Dabei sind z. B. Versorgungsanwartschaften in der gesetzlichen Rentenversicherung, Versorgungsanwartschaften auf eine Beamtenpension oder aus einer öffentlich-rechtlichen Zusatzversorgung und Versorgungsanwartschaften in einer betrieblichen oder privaten Altersvorsorge im In- und Ausland zu berücksichtigen.

Im Versorgungsausgleichsverfahren werden nur diejenigen Versorgungsanwartschaften zwischen den Eheleuten geteilt, die beide in der Ehezeit erworben haben. Die Ehezeit beginnt am 1. Tag des Monats, in dem die Ehe geschlossen wurde. Sie endet am letzten Tag des Monats, der dem Tag der Zustellung des Scheidungsantrages vorausgeht.

Die Scheidung beginnt mit Einreichung des Scheidungsantrags. Das Familiengericht stellt den Scheidungsantrag an den anderen Ehegatten zu. Der sogenannte Versorgungsausgleich wird durchgeführt. Hierzu erhalten beide Eheleute Formulare, die diese ausfüllen müssen und dem Gericht wieder zurücksenden. Zu diesen Formularen gehört auch der Fragebogen zum Versorgungsausgleich. Darin haben die Ehegatten dem Gericht wahrheitsgemäße Angaben über ihre bestehenden Versorgungsanwartschaften zu geben.

 

Bitte geben Sie im Scheidungsfall auf dem gerichtlichen "Fragebogen zum Versorgungsausgleich"

folgende zustellfähige Adresse an:

 

Name Ihres Arbeitgebers

c/o Willis Towers Watson

Konzern Deutsche Telekom Versorgungsausgleich

Am Heilbrunnen 47

72766 Reutlingen

 

Das Gericht versendet dann entsprechende Auskunftsersuchen an die jeweiligen Versorgungsträger, in dem diese dann bezogen auf die Ehezeit je teilungsfähigem Anrecht die entsprechende Auskünfte erstellen und an das Gericht zurücksenden.

An dieser Stelle sei der Hinweis erlaubt, es werden unsererseits keine unverbindlichen Berechnungen zum Versorgungsausgleich angeboten, ebenso keine Beratung. Nach dem Versorgungsausgleichsgesetz ist Bewertungsstichtag der Versorgung das gesetzliche Eheende, welches ausschließlich das Familiengericht feststellt. Aus diesem Grund werden Berechnungen des Ehezeitanteils auch ausschließlich unter Vorlage eines gerichtlichen Auskunftsersuchen erstellt.

 

Zum Abschluss des Versorgungsausgleichs ergehen dann die entsprechenden Beschlüsse, die vom jeweils zuständigen Familiengericht auch direkt an die beteiligten Versorgungsträger versand werden. Nach Eintritt der Rechtskraft des jeweiligen Beschlusses erfolgt dann die entsprechende Umsetzung durch die jeweiligen Versorgungsträger.

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